13 | 12 | 2017

Mpimbwe

 

   
  Cyphotilapia gibberosa, Mpimbwe    
Er hat mit der Einführung der neuen Taxa seinen Namen gewechselt und ist jetzt offiziell kein Frontosa mehr - er ist zum Gibberosa geworden. Als erstes fällt auf, dass er deutlich mehr Blau zeigt, als seine Verwandten aus dem nördlichen See. Und dies nicht nur in den Flossen, sondern auch bereits in den Streifen auf den Flanken. Die Flossen sind übrigens etwas länger ausgezogen, sind aber insgesamt nicht so eindrücklich wie jene von beispielsweise Cyphotilapia gibberosa Blue Zaire. Dennoch ist diese Art farblich recht ansprechend. Doch unterscheidet sich der Mpimbwe Schlag nicht nur durch das etwas ausgeprägtere Blau, sondern auch durch die    
Kopfbinde. Diese beginnt im unteren Drittel des Kiemendeckels, läuft dann als relativ schmales Band bis über das Auge, um sich dann über dem Stirnbuckel deutlich zu verbreitern. Von der Seite gesehen, bildet sich zwischen Auge, Nasenwurzel und Stirn ein Dreieck. Diese Form ist für die Vertreter der Gibberosa-Familie recht typisch. Und noch etwas ist typisches: In diesem Dreieck zeigen Gibberosas ein Tupfenmuster. Heller gefärbte unregelmässig angeordnete Tupfen.

Zwei grosse Fanggebiete
Cyphotilapia gibberosa Mpimbwe wird im oberen Teil des südlichen Tanganjikasees gefangen. Und zwar in zwei sehr langen Küstenabschnitten, die nicht zusammenhängend sind. Das südliche Fanggebiet liegt übrigens ziemlich genau gegenüber das Fanggebietes von Cyphotilapia gibberosa Blue Zaire. Damit liegen die beiden Gebiete keine 80 Kilometer auseinander. Dennoch ist der morphologische Unterschied der beiden Arten offensichtlich.
   
Die die beiden Fanggebiete von Cyphotilapia gibberosa Mpimbwe sind geografisch von einander getrennt. Insgesamt aber ein riesiger Küstenabschnitt, in dem der Typus Mpimbwe gefangen wird (grün eingezeichnet).