<![CDATA[Artikel - frontosa.info]]> de Fri, 19 Jul 2024 14:43:19 +0000 Sun, 30 Sep 2018 09:32:43 +0000 60 <![CDATA[Guido´s Frontosa Seite im neuen Look]]> Inzwischen hat sich technisch wieder so einiges getan und es wurde Zeit die Seiten wieder auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.
Diese Gelegenheit wurde auch…]]>
Sun, 30 Sep 2018 09:32:43 +0000 Seit nun mehr als zwei Jahren gehören Guido´s Frontosa Seiten zum Frontosa Forum.

Inzwischen hat sich technisch wieder so einiges getan und es wurde Zeit die Seiten wieder auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

Diese Gelegenheit wurde auch genutzt, um die Seiten auch optisch voll ins Forum zu integrieren.


So nach und nach werden wir die Informationen aktualisieren und wenn möglich auch mit weiterem Fotomaterial erweitern.


Wir wünschen weiter viel Spaß mit den "Dicken".

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<![CDATA[Die sozialen Fähigkeiten von Buntbarschen]]>

Ein Berner Forschungsteam untersuchte am Beispiel einer kooperativen Buntbarsch-Art,
wie sich soziale und ökologische Früherfahrungen auf die Entwicklung der Fische
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Sat, 02 Sep 2017 12:23:00 +0000 Die sozialen Fähigkeiten von Buntbarschen hängen von ihren frühesten Erfahrungen ab


Ein Berner Forschungsteam untersuchte am Beispiel einer kooperativen Buntbarsch-Art,

wie sich soziale und ökologische Früherfahrungen auf die Entwicklung der Fische

auswirken. Welche Tiere sich zu submissiven Brutpflegehelfern oder zu dominanten

Territorienbesitzern entwickeln, entscheidet sich laut der aktuellen Studie massgeblich in

den ersten zwei Monaten ihres Lebens.


Warum verlässt ein Tier seine Gruppe, in die es geboren wurde und in der es aufgewachsen ist,

um anderswo ein Territorium zu übernehmen? Unter welchen Umständen bleibt ein Tier dagegen

in seiner ursprünglichen Gruppe und hilft dort den Nachwuchs anderer aufzuziehen? Und welche

Rolle spielt die individuelle Früherfahrung für solche Entscheidungen von Lebewesen? Mit diesen

Fragen beschäftigten sich Dr. Stefan Fischer und Prof. Barbara Taborsky vom Institut für Ökologie

und Evolution der Universität Bern. In Langzeitexperimenten mit Buntbarschen der Art

Neolamprologus pulcher untersuchten die Forschenden die Entwicklung und das Verhalten von

Jungfischen, die mit unterschiedlichen sozialen und ökologischen Früherfahrungen aufgezogen

wurden.


Brutpflege als kooperative Gruppenleistung


Die untersuchte Fischart, die aufgrund ihrer Herkunft auch «Prinzessin vom Tanganjikasee»

genannt wird, lebt in Gruppenverbänden von bis zu 25 Mitgliedern, in denen die Jungen

gemeinsam aufgezogen werden. Ein einzelnes dominantes Brutpaar wird dabei von den anderen

Mitgliedern bei der Verteidigung des Reviers und Aufzucht der Jungen unterstützt. Das

Sozialsystem dieser Fische ist diesbezüglich mit demjenigen vieler Vögel und Säugetiere

vergleichbar, wie beispielsweise den Schwanzmeisen, Bienenfressern und Erdmännchen.

Für das Experiment zogen die Forscher über 400 Tiere auf und setzten die Jungfische während

zweier Monate unterschiedlichen sozialen Bedingungen und anderen Umweltfaktoren aus. Die

Jungfische wuchsen entweder mit oder ohne Brutpaar auf, sowie mit oder ohne Erfahrungen mit

Raubtieren. Nach zwei Monaten wurden die Buntbarsche schliesslich in eine neutrale Umgebung

überführt und während einer Zeitspanne von drei Jahren beobachtet. Die Verhaltenstests zeigten,

dass die Früherfahrungen entscheidend dazu beitrugen, welche soziale Fähigkeiten die Fische

entwickelten und ob sie es als Erwachsene vorziehen, eine neue Gruppe zu übernehmen oder in

ihrer ursprünglichen Gruppe zu bleiben, um fremde Junge grosszuziehen.


Fressen oder pflegen – bleiben oder abwandern?


Die Forscher beobachteten, dass bestimmte Früherfahrungen die Entwicklung unterwürfigen

Verhaltens hervorriefen, während andere Früherfahrungen stattdessen die

Kooperationsbereitschaft steigerten. «Unterwürfige Tiere zeigen dem dominanten Brutpaar ihre

Unterordnung mit einem Verhalten, das wir ‹tail-quivering› nennen, was einem schnellen Wedeln

mit der Schwanzflosse entspricht. Den Unterschied zwischen Brutpflegehelfern und Nicht-Helfern

erkennt man, wenn Fische ein Eigelege vorgesetzt bekommen. Sie können sie es entweder

fressen oder pflegen», sagt Stefan Fischer.

In einem weiteren Schritt konnten die Forschenden nach der Untersuchungsperiode von drei

Jahren zeigen, dass die individuelle Früherfahrung ausschlaggebend ist dafür, ob ein

ausgewachsener Fisch in der ursprünglichen Gruppe bleibt oder in eine neue Gruppe wechselt.

«Die Fische brauchen ganz bestimmte soziale und ökologische Fähigkeiten, um einen Wechsel zu

überstehen und sich in der neuen Gruppe erfolgreich zu behaupten», sagt Barbara Taborsky. Und

diese Fähigkeiten werden in der frühesten Phase geprägt. Es zeigte sich, dass die Früherfahrung

mit Räubern den Einfluss von sozialer Früherfahrung auf die Entscheidung zu bleiben oder

abzuwandern ins Gegenteil umkehrte. Für diese Entscheidung hatte man bislang einen Einfluss

individueller Früherfahrung bei hochsozialen Tieren ausgeschlossen.


Die soziale Entwicklung ist sehr viel komplexer als angenommen


Die Studie vermag zum ersten Mal zu zeigen, dass die soziale Entwicklung und wichtige

Entscheidungen in der Lebensgeschichte eines Tieres von verschiedenen sozialen und

ökologischen Umweltfaktoren in den allerersten Lebensphasen beeinflusst werden. «Die soziale

Entwicklung bei hochsozialen Tieren ist offenbar sehr viel komplexer, als wir vermutet haben»,

stellt der Erstautor der Studie, Stefan Fischer, fest. Er ist überzeugt, dass die späteren

Entscheidungen von Individuen nur zu verstehen sind, wenn die Tiere vom Beginn ihres Lebens an

beobachtet werden. Über die Bedeutung der Studie meint Projektleiterin Barbara Taborsky, dass

die Ergebnisse weitreichenden Einfluss auf die weitere Forschung an hochsozialen Tierarten

haben, weil «wir den Einfluss der Früherfahrung auf die Entwicklung sozialer Lebenslaufbahnen

grundsätzlich unterschätzt haben.»


Publikationsangaben: Stefan Fischer, Lena Bohn, Evelyne Oberhummer, Cecilia Nyman, Barbara

Taborsky: Divergence of developmental trajectories is triggered interactively by early social and

ecological experience in a cooperative breeder. Proceedings of the National Academy of Sciences

of the United States of America (PNAS), 2017, DOI:

http://www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1705934114


Kontakt:


Dr. Stefan Fischer

Mammalian Behaviour and Evolution Group, Institute of Integrative Biology, University of Liverpool

Tel: +44 (0)151 794 6007 / [email protected]

Prof. Dr. Barbara Taborsky

Institut für Ökologie und Evolution, Universität Bern

Tel: +41 31 631 91 57 / [email protected]


Mit freundlicher Genehmigung der Corporate Communication, Hochschulstrasse 6, 3012 Bern

[email protected]

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<![CDATA[Guido's Frontosa-Seite ist von der Schweiz nach Deutschland umgezogen.]]>
Sie ist jetzt ein Teil des Frontosa-Forums. So ist es dennauch Volker Klöck, dem Betreiber desFrontosa-Forums zu verdanken, dass die Seiten nicht ganz aus dem Netz verschwundensind.

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Mon, 25 Apr 2016 12:11:00 +0000 Guido's Frontosa-Seite ist von der Schweiz nach Deutschland umgezogen.


Sie ist jetzt ein Teil des Frontosa-Forums. So ist es denn auch Volker Klöck, dem Betreiber des Frontosa-Forums zu verdanken, dass die Seiten nicht ganz aus dem Netz verschwunden sind.


Ich hatte Guido's Frontosa-Seite vor mehr als zehn Jahren erstellt und bis vor Kurzem betrieben. Nun ist es genug!

Ich bin in Rente gegangen und werde künftig viel auf Reisen sein. Zeit also, den ungezählten Nutzern der Seiten für die lange Treue zu danken. Ich wünsche allen viel Freude und Erfolg mit den unvergleichlichen Frontosas und Gibberosas.


Ihr Guido Pelli

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<![CDATA[Veränderte Umwelt macht Buntbarsche klüger]]> Wed, 05 May 2010 12:07:00 +0000 Eine Studie der Universität Bern zeigt: Ostafrikanische Buntbarsche, die in ihrer Kinderstube einem Futterwechsel ausgesetzt waren, zeigen als Erwachsene deutlich bessere kognitive Leistungen. Die Forschenden konnten damit erstmals experimentell belegen, dass ein einziger markanter Wechsel in den Umweltbedingungen positive Auswirkungen auf die Intelligenz hat.

Veränderte Umwelt-Bedingungen rufen bei jungen Buntbarschen später eine kognitive Leistungssteigerung hervor. Dies wiesen Alexander Kotrschal und Barbara Taborsky des Instituts für Ökologie und Evolution der Universität Bern (Schweiz) in ihrer Studie nach. Damit ist nicht nur erstmals experimentell belegt, dass eine wechselhafte Kinderstube positive Auswirkungen auf die Intelligenz von erwachsenen Buntbarschen haben kann, sondern dass dafür auch ein einziger, markanter Wechsel in den Umweltbedingungen ausreicht. Die Resultate der Studie wurden nun im Journal «Public Library of Science - Biology» veröffentlicht.

In ihrem Experiment versorgten die Forschenden junge Buntbarsche während der Aufzucht mit viel oder wenig Futter. Nach der Halbzeit erfuhr ein Teil der Tiere einen Wechsel zwischen diesen zwei Fütterungsbedingungen. Im Lerntest mussten sie später zeigen, wie gut sie ein bestimmtes Symbol mit «Futter» in Verbindung setzen konnten. Sowohl als Halbwüchsige als auch als Erwachsene zeigten diejenigen Tiere, die einem Futterwechsel während der frühen Aufzucht ausgesetzt waren, deutlich bessere Leistungen als alle anderen. Dieses Ergebnis war unabhängig von der absoluten Futtermenge während der Aufzucht und auch davon, ob die Tiere von wenig auf viel, oder von viel auf wenig Futter umgestellt worden waren. Da der ostafrikanische Buntbarsch mit seinem hochentwickelten und anpassungsfähigen Verhalten ein Organismus mit Modellcharakter ist, könnten die Resultate bedeuten, dass «das, was uns nicht umbringt, nicht nur stärker, sondern auch klüger macht», so Kotrschal.


Quelle:

A. Kotrschal, B. Taborsky: Environmental Change Enhances Cognitive Abilities in Fish. PLoS Biol 8(4): e1000351. doi:10.1371/journal.pbio.1000351

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<![CDATA[Guido's Frontosaseite über 100'000 Mal aufgerufen]]> Sun, 11 Oct 2009 12:06:00 +0000 Damit hätte ich nie gerechnet: 100'000 Mal wurde diese Homepage seit November 2005 aufgerufen. Dabei hatte alles damit angefangen, dass ich als Computerfreak nur mal schauen wollte, wie man eine Homepage macht. Weil ich über viel Bildmaterial von Frontosas in meinem Archiv verfügte, griff ich darauf zurück um meine ersten Gehversuche als Webmaster mit so wenig Aufwand wie möglich in Angriff zu nehmen. Als dann die ersten Seiten entstanden waren, die Texte waren nur so genannter Blindtext, forderten mich Freunde auf, die Seite richtig auszuarbeiten und sie unbedingt zu veröffentlichen. Das tat ich dann auch und zu meiner Verwunderung konnte ich an der Aquafisch im März 2007 in Friedrichshafen den ersten Preis für die "Webseite des Jahres 2006" entgegen nehmen. Obwohl ich durch die zunehmenden Belastungen in meinen Beruf nur noch selten dazukomme die Seiten weiter auszubauen, sind mir die User ganz offensichtlich treu geblieben. Dafür bedanke ich mich an dieser Stelle ganz herzlich. Eigentlich sind seit geraumer Zeit Vorbereitungen für ein Redesign im Gange. So ganz entspricht das heutige Design ja nicht mehr der Zeit. Aber, wie erwähnt fehlt es an der Zeit. Doch kann ich versprechen, dass das neue Design noch vor dem 200'000 Seitenaufruf kommen wird ;o)

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<![CDATA[Rostrote Cyphotilapia-Züchtung verbreitet sich]]> Verzüchtete Cyphotilapias [URL:https://frontosa.info/links/36-neues-aus-der-welt-von-cyphotilapia#news3]). "Cyphotilapia frontosa…]]> Tue, 09 Dec 2008 13:05:00 +0000 Im Mai 2007 hatte ich auf dieser Seite darüber berichtet, dass in England rote Züchtungen aufgetaucht seien. (siehe unten:

Verzüchtete Cyphotilapias

). "Cyphotilapia frontosa Copperband" nennt offenbar der Züchter seine Kreation. Inzwischen habe ich aus Frankreich die Meldung bekommen, dass dieser "rostige" Cyphotilapia auch dort aufgetaucht sei. Letzte Woche bekam ich eine Mail aus Irland, in der sich ein verunsicherter Frontosahalter erkundigte, ob es wirklich eine rote Cyphotilapia-Variante gebe - eine solche werde dort angeboten. Dieser Aquarianer hat später herausgefunden, dass die Tiere aus Tschechien nach Irland gelangen.

Ich finde es schade, dass offenbar Leute auf diesen gezüchteten Abklatsch einer Variante von Cyphotilapia hereinfallen. Für mich ist es völlig unverständlich, weshalb man solchen Bioschrott in seinem Becken haben will.

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<![CDATA[Guido's Frontosa-Seite ist umgezogen]]> Fri, 02 May 2008 12:03:00 +0000 Die Gäste auf Guidos Frontosa-Seite, und vor allem die Nutzer von Guido's Frontosa-Börse, mussten diese Tage einen Unterbruch in der Erreichbarkeit meiner Websits in Kauf nehmen. Dies war der Preis für künftig einwandfreies Funktionieren aller Seiten. Während es für die meisten Inhalte mit einem kurzen Unterbruch getan war, mussten sich die User der Börse etwas länger gedulden. Probleme machte die MySql-Datenbank, auf welcher der Gratis-Kleinanzeigenmarkt von Guido's Frontosa-Börse basiert. Diese Datenbank liess sich nicht einfach auf einen neuen Server aufspielen, wie das mit dem grössten Teil des Webauftritts möglich war. Die Krux lag darin, den alten MySql-Dump auf den neuen Server zu bekommen. In erster Linie waren es die veränderten Namenskonventionen und neuen Pfade, die Probleme verursachten. Zum Schluss kamen jedenfalls wieder alle User auf dem neuen Server an. Einzig einige wenige Bilder aus den Anzeigen gingen dabei verloren. Die betroffen Inserenten mögen mir verzeihen.


Warum dieser Umzug?

Wer es schon mal mit Hostingfirmen zu tun hatte, weiss wie wichtig die Zuverlässigkeit dieser Anbieter ist. Mein alter Hoster liess es daran je länger je mehr mangeln. Zuletzt änderte er Server-Einstellungen ohne die Kundschaft zu orientieren. Dies hatte zur Folge, dass ich von einem Nutzer von Guido's-Frontosa-Börse darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die Mails von Interessenten gar nicht mehr versendet würden - trotz der Meldung ". . . erfolgreich gesendet". Als ich auf eine Supportanfrage zu diesem Thema nach zehn Tagen immer noch keine Antwort bekommen hatte, entschloss ich mich, meinerseits eine Antwort zu geben. Diese war dann eben der Umzug auf einen neuen Server.

Dass es auch anders geht, beweisst der neue Hoster. "ah,ja", so der unkonventionelle Name der Firma. In Rekordgeschwindigkeit, innert eineinhalb Stunden, war der neue Server aufgesetzt! Damit nicht genug. Bis spät in die Nacht hinein bekam ich jegliche erdenkliche Unterstützung. Da kann man nur sagen: "Hut ab"!



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<![CDATA[Auf der Roten Liste bedrohter Tierarten - aber dennoch nicht bedroht?]]> Mon, 07 Apr 2008 11:54:00 +0000

Im Januar dieses Jahres hatte ich im Internet die Rote Liste der IUCN (The International Union for the Conservation of Nature and Natural Resources) entdeckt. Auf dieser Liste bedrohter Tierarten war Cyphotilapia frontosa aufgeführt. Klar, dass ich über solch wichtige Neuigkeiten auf dieser Seite berichten musste (vergleiche Artikel unten). Wie sich jetzt herausstellt, wird auch diese "Suppe" nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wurde.

Cyphotilapia ist zwar tatsächlich auf dieser Liste aufgeführt, mit der Begründung, die zunehmende Sedimentation und der Raubbau für den Aquarienfischhandel gefährde die Art. Nur wird die Sache noch innerhalb dieser Liste wieder relativiert, um nicht zu sagen aufgehoben. Es gibt da nämlich einen Punkt "Red List Category & Criteria", der bloss mit dem Kürzel "LC" gekennzeichnet ist. Ganz offensichtlich hatte ich diesen Punkt bei meiner Entdeckung der Liste falsch interpretiert. Das "LC", steht nämlich für "Least Concern", was man mit "wenig bedenklich" übersetzen könnte. Die Bedeutung dieses "LC" wird schliesslich frei übersetzt mit "nicht kritisch gefährdet, gefährdet, oder bedroht", erklärt. Angemerkt wird noch, dass die Art häufig vorkomme. Und unter einem weiterhin aufgeführten Punkt (Justification) steht gar, man hätte keine grössere oder verbreitete Bedrohungen identifizieren können.


Was soll das?


Da wird also eine Art auf eine Rote Liste bedrohter Tiere gesetzt, um die ganze Sache gleich wieder zu relativieren. Die Frage sei erlaubt: Weshalb setzt man eine Art auf eine Rote Liste, wenn sie von derselben Organisation als gar nicht kritisch gefährdet oder bedroht eingestuft wird? Gemeint ist wohl, dass eines Tages eine solche Gefährdung eintreten könnte, wenn . . .

Leider kann ich mich von einer gewissen Mitschuld an der Verbreitung dieser vermeintlichen Hiobsbotschaft nicht freisprechen. Die Rote Liste der IUCN führt zwar nach wie vor Cyphotilapia frontosa auf. Doch bin ich dieser eigenartigen Roten Liste nicht nur aufgesessen, ich habe sie auch noch unrichtig inerpretiert und auf dieser Seite verbreitet. Dafür entschuldige ich mich. Es lag mir fern unter den Freundinnen und Freunden der Art Cyphotilapia Besorgnis auszulösen oder gar wissentlich Halbwahrheiten zu verbreiten. Heute lösen bei mir zwei Dinge Kopfschütteln aus: Einerseits eine Rote Liste mit den bedrohten Tieren, die (noch) gar nicht bedroht sind, und andererseits wie ich auf diese eigenartig verschlüsselte Liste so hereinfallen konnte. Jedenfalls bin ich Heinz Büscher, der mich auf den Fehler aufmerksam machte, dankbar.

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<![CDATA[Cyphotilapia auf der Roten Liste der IUCN]]> Sat, 12 Jan 2008 12:45:00 +0000 Alle Cyphotilapia Arten im ganzen Tanganjikasee sind als bedrohte Tierart eingestuft worden. Deshalb figurieren sie auf der Roten Liste der IUCN, der "Red List of Threatened Species" (Rote Liste der bedrohten Arten). Zwar wird nur Cyphotilapia frontosa explizit aufgeführt. Doch weil die Art gemäss der Liste in allen an den Tanganjikasee grenzenden Staaten bedroht sei, kann man davon ausgehen, dass sich bei der IUCN die neue Taxonomie noch nicht durchgesetzt hat und die gesamte Gattung Cyphotilapia gemeint ist. Als Gründe für die Bedrohung werden die zunehmende Sedimentation und der Raubbau für den Aquarienfischhandel angeführt. Eine besondere Gefahr in Burundi sei der Bau der Strasse von Bujumbura nach Rumonge, wodurch eine erhöhte Sedimentation festzustellen sei. Weitere Gefahren entstünden durch Abholzung und damit einhergehenden Erdrutschen und durch die allgemeine Wasserverschmutzung.


Die rote Liste der bedrohten Arten im Internet


The World Conservation Union (IUCN), hat sich, wie der englische Name sagt, die Bewahrung der Welt auf die Fahne geschrieben. Die Abkürzung IUCN steht für "The International Union for the Conservation of Nature and Natural Resources" oder zu Deutsch: "Internationale Union für die Erhaltung der Natur und der natürlichen Ressourcen". Die IUCN mit Sitz in Gland, Schweiz, ist durchaus ernst zu nehmen. Sie vereinigt 83 Staaten, 110 Regierungsstellen, mehr als 800 nichtstaatliche Organisationen (NGOs),

und rund 10' 000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Experten aus 181 Ländern

in der ganzen Welt.

Stellt sich die Frage, was wir als Liebhaber von Cyphotilapia dazu beitragen können, die Art nicht weiter zu gefährden. Die Probleme rund um den See, wie Sedimentierung oder Wasserverschmutzung, können wir aus Ferne wohl kaum beeinflussen. Wenn es aber darum geht den von der IUCN angeführten Raubbau für den Aquarienhandel einzuschränken, sind wir sehr wohl gefordert. Die Gegenstrategie muss heissen, möglichst viele der in Aquarien lebenden Cyphotilapias zu vermehren und in den Handel zu bringen. Jeder ausserhalb des Tanganjikasees gezüchtete Fisch braucht nicht aus der Natur entnommen zu werden. Aber bitte nicht vergessen: Züchten heisst Verantwortung für gesunde und rassenreine Tiere zu übernehmen.

Mehr dazu hier (externer Link, englisch) und hier (Zucht)
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<![CDATA[Neues Design für Guido's Frontosa-Seite]]> Mon, 31 Dec 2007 12:37:00 +0000 Die Zeit war längst reif für einen etwas moderneren Auftritt von Guido's Frontosa-Seite. Vor allem lag mir die einheitliche Erscheinungsform der einzelnen Rubriken am Herzen. Zu unterschiedlich präsentierten sich die einzelnen Themen bisher. Wie ich glaube, habe ich die beiden Vorgaben, moderner und einheitlicher, recht akzeptabel hingekriegt. Das bisherige blau/weiss, das sich ja an die Farben von Cyphotilapia anlehnt, wollte ich unter keinen Umständen aufgeben. Diese Farben sind mittlerweile so etwas wie das Markenzeichen von Guido's Frontosa-Seite geworden. Kann gut sein, dass sich in nächster Zeit noch das eine oder andere Detail ändert - im grossen und Ganzen bin ich aber recht gut zufrieden. Ich hoffe natürlich, dass es den Besucherinnen und Besuchern ebenfalls gefällt.


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Einheitlicher und moderner: Das neue Layout

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<![CDATA[Jetzt werden auch Cyphotilapia verzüchtet]]>
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Mon, 28 May 2007 10:47:00 +0000 Bei den Diskuszüchtern ist es längst Alltag. Die Tiere werden mittlerweile in allen Farben und Formen angeboten. Versehen mit mehr oder weniger phantasievollen Namen, schwimmen sie in den Becken einer ganz besonderen Gattung von Aquarianern.


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Screenshot aus der Website eines englischen Züchters: Der Copperband


Nun ist auch der erste Cyphotilapia versehen mit einem dieser phantasievollen Namen aufgetaucht. "Cyphotilapia frontosa Copperband" nennt ihn der englische Züchter - zu Deutsch "Kupferband". Allerdings wird die Phantasie des Betrachters arg strapaziert, will er in den braunroten Farbtönen das

Leuchten von Kupfer erkennen. "Rosthaufen" würde dem tatsächlichen Anblick wohl eher entsprechen. Der Name "Copperband Butterflyfish" ist die englische Bezeichnung für den Pinzettenfisch (Chelmon rostratus) aus dem Salzwasser.Vergleichen Sie einmal die Kupferfarbe des Pinzettenfisches mit der dieser Cyphotilapiazüchtung. Dazu kommt der begründete Verdacht, dass diese Farbe nicht durch Inzucht zu Stande gekommen ist, wie sonst üblich, sondern durch Chemie. In der heutigen Fischzucht ist auch der Einsatz von Chemie und gar Gentechnologie kein Tabu mehr. Möglich ist dies nur, weil diese skrupellosen Züchter immer wieder Dumme finden, die diesen biologischen Schrott auch noch haben wollen.


Ich beschäftige mich nicht erst seit gestern mit der Aquaristik und darf auf einige Jahrzehnte Erfahrung zurückblicken. Doch bis heute konnte ich nicht ergründen, was es mit der bewussten Verzüchtung von Fischen auf sich hat. Nicht eine einzige Zuchtform ist mir bis heute zu Gesicht gekommen, die auch nur annähernd an die Schönheit und die Formvollendung der jeweiligen Naturform herangekommen wäre. Die Anhänger dieser Art der Aquaristik mögen mir verzeihen, wenn ich ihre Auffassung von Aquaristik nicht teilen kann.


Zurück zum "Kupferband". Betrachten wir die Kreatur etwas näher, so können wir auf einen Blick feststellen, dass es sich bei dieser Zuchtform nicht um den Abklatsch von C. frontosa handelt, sondern um einen von C. gibberosa oder aber C.species aus dem Norden des Tanganjikasees. Das Tier weist nur sechs Streifen auf und kann daher kein Frontosa sein. Es wäre dem englischen Züchter zu empfehlen, sich erst einmal mit der Taxonomie der Fische auseinanderzusetzen, bevor er sich daran macht, die Tiere zu verunstalten.


Den wahren Freunden von Cyphotilapia möchte ich ans Herz legen, sich die Rassenreinheit ihrer Tiere auf die Fahne zu schreiben und keine solchen Zuchtformen anzuschaffen. Man müsste ja auch blöde sein: Vergleichen sie bloss die Schönheit von beispielsweise Blue Zaire mit der rostroten Kreatur aus England!

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<![CDATA[Wilhelma Stuttgart leider nicht up to Date]]> Thu, 05 Apr 2007 10:30:00 +0000 Eigentlich Schade. Sollte man doch meinen, so renommierte, öffentliche Aquarien wie das der Stuttgarter Wilhelma, müssten in Sachen Taxonomie auf dem Laufenden sein. Bei meinem gestrigen Besuch der Anlage staunte ich nicht schlecht. Da schwammen ein paar Cyphotilapia, darunter ein imposantes, offensichtlich altgedientes Exemplar (Bild), in sehr gutem gesundheitlichem Zustand. Nicht darüber war ich erstaunt, sondern darüber, was das beleuchtete Schild neben dem Becken verkündete: "Blauer Beulenkopf, Cyphotilapia frontosa"!n Zusammenhang mit Cyphotilapia hatte ich die Bezeichnung "blauer Beulenkopf" noch nicht gekannt.


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Weder wirklich blau noch Frontosa: Der alte Knabe im Wilhelma-Becken


Als blauer Beulenkopf wird oft der so genannte Delphinbuntbarsch (Cyrtocara moorii) aus dem Malawisee bezeichnet, nicht aber Cyphotilapia. Dieser trägt den deutschen Namen Tanganjika-Beulenkopf. Schlimmer als der eigenartige deutsche Name ist aber, dass auch der wissenschaftliche nicht stimmt. Denn wären die Fische in der Wilhelma tatsächlich blau, wie auf dem Schild geschrieben steht, dann könnte es sich ganz bestimmt nicht um Cyphotilapia frontosa handeln. Die blauen Arten von Cyphotilapia sind seit 2003 keine Frontosas mehr (Takahashi und Nakaya), sondern Cyphotilapia gibberosa. Zudem ist Cyphotilapia frontosa (Kigoma) nicht blau, sondern, abgesehen von den blau schimmernden Flossen und der Kopfpartie, eher grau/schwarz und er hat ein ganz eindeutiges Erkennungszeichen: Cyphotilapia frontosa hat als einziger Cyphotilapia nicht sechs dunkle Bänder (inkl. Kopfbinde), sondern deren sieben. Die Tiere in der Wilhelma haben aber nur sechs Bänder. Damit ist die deutsche Bezeichnung in der Wilhelma zumindest ungewöhnlich und die wissenschaftliche Bezeichnung schlicht und einfach falsch. Vermutlich handelt es sich um einen Typus der "dritten Art" - siehe dazu den Eintrag vom 30.3.07 auf dieser Seite.

Mehr zum Thema Cyphotilapia Arten und neue Taxonomie hier und hier

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<![CDATA[Bald schon eine dritte Art von Cyphotilapia?]]> Fri, 30 Mar 2007 10:18:00 +0000 Seit die Japaner Takahashi und Nakaya im Jahre 2003 das neue Taxon "gibberosa" in die Gattung Cyphotilapia eingeführt haben, gibt es offiziell zwei Cyphotilapia-Arten: Cyphotilapia frontosa und Cyphotilapia gibberosa. Was aber weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass es noch eine weitere Gruppe Cyphotilapia gibt, die von der Wissenschaft derzeit lapidar mit Cyphotilapia species bezeichnet wird. Das bedeutet, dass diese Gruppe noch nicht beschrieben ist. Dazu gehören der als Frontosa Burundi bekannte Fisch und seine Verwandten aus dem Norden des Tanganjikasees.


Obwohl landläufig die ganze Cyphotilapiagruppe einfach als "Frontosa" bezeichnet wird, sieht die wissenschaftliche Tatsache ganz anders aus: Innerhalb der Gattung Cyphotilapia gibt es nur noch einen einzigen Fisch, der zu Recht mit Frontosa bezeichnet wird. Jener nämlich, der sieben dunkle Bänder (inkl. Kopfbinde) zeigt und aus Kigoma stammt. Ein weniger auffälliges Merkmal dieses Fisches sind die Schuppenreihen zwischen den beiden Armen des Seitenlinienorgans. Doch gerade diese Schuppen waren für die Bestimmung und für die Einführung der neuen Taxonomie mit massgebend. Der "Kigoma" zeigt zwischen den beiden Teilen des Seitenlinienorgans zwei Schuppenreihen. Die sieben schwarzen bis dunkelgrauen Bänder und die beiden Schuppenreihen zwischen dem Seitenlinienorgan sind damit arttypisch für den einzig verbliebenen Frontosa.

Im Gegensatz dazu, zeigt Cyphotilapia gibberosa eine deutliche Blaufärbung in den Bändern, von denen er nur sechs (inkl. Kopfbinde) besitzt. Zwischen dem Seitenlinienorgan zeigen Gibberosa drei Schuppenreihen und lassen sich damit klar von Frontosa unterscheiden.


Jetzt gibt es aber noch diese dritte, oben bereits erwähnte Art von Cyphotilapia. Sie zeigt die schwarz/graue Bänderung wie der Kigoma, hat aber nur sechs Streifen (inkl. Kopfbinde) und zwei Schuppenreihen zwischen den Ästen des Seitelinienorgans. Damit ist diese Gruppe, zu der die Typen Burundi, Kavalla und Karilani gehören, weder Frontosa noch Gibberosa. Takahashi und Nakaya vermuten, dass es sich um eine von Frontosa und Gibberosa abweichenden Art handelt. Es hätte ihnen an genügend Vergleichmaterial gemangelt, um eine fundierte Untersuchung durchführen zu können. Deshalb wurde diese dritte Art nicht beschrieben.

Spannend bleibt die Sache allemal. Unter Umständen könnte gar eine vierte Cyphotilapia Art existieren, wie in Fachkreisen gemutmasst wird. Cyphotilapia sp. Typus Karilani zeigt nämlich als einziger Vertreter der Cyphotilapiagruppe in den Flossen gelbe Farbe, was zu Spekulationen Anlass gibt.

Mehr zum Thema Cyphotilapia Arten und Varianten hier

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